We will - zur Entschlusskraft von Stimmbadgesellschaften
2.8. 2007 Doch ist darin nur die Spiegelung der Vereinzelung des Stimmbürgers in seiner Einzelkabine zu sehen - worin nichts Negatives zu sehen ist: wie der Parlamentarier so sollte auch der Stimmbürger ohne Außendruck nach seinem Denken entscheiden dürfen. Doch ist Aufklärung der Ausgang des
Menschen aus Unmündigkeit. Ich unterstelle einfach mal,
das Repräsentative der Demokratie stamme aus einer Zeit
der 60-Stunden-Woche ohne Schiulpflicht, die entweder mit Sichel
und Sense auf Getreideäckern oder mit Hammber und Schlüssel
plus Blechnapf in Fabriken zugebracht wurde. Vorgemacht in den zum Abitur hinführenden sogenannten Leistungskursen der 80er Jahren, die nach Neigung ausgesucht werden durften, sollten in den Schulen die wichtigsten Sachthemen der Gegenwart vorgestellt werden - und die spätere Beteiligung an direkten Abstimmungen (wie sie in der Schweiz etwa über die Stationierung von Atomkraftwerken und Endlagern vorgesehen sind) vom Bestehen bestimmter Sachkenntnisprüfungen abhängig gemacht werden - den Führerscheinprüfungen nicht unähnlich. Wenn etwa die Folgen bestimmter Gifte für den Körper veranschaulicht werden, in einem Vorstellungsfach "Medizin und Gesundheit, Verbraucherschutz", kann der Mündige selbst entscheiden, ob er am enstsprechenden Stimmbürgertest teilnehmen möchte, um darauf folgend wie ein Parlamentarier - für den es solche expliziten Sachkundetests gar nicht gibt - an den korrespondierenden Sach-Plebisziten teilnehmen möchte, oder auch diese Sachfragen als für sein Leben unerheblich erachtet und deshalb per gewissermassen Stimmenthaltung in Gestalt des Nichtauseinandersetzenmüssens mit solchen Spezialfragen wie Atomkraft und ihre Gefahren den insoweit durch eigenen Einsatz und Interessiertheit, mihin "Leistung" ähnlich bismarckscher bzw. römischer Einkommens- als Erwerbsklassen es überläßt über solche Fragen per Stimmabgab zu entscheiden. Den Parlamentarieren käme insbesondere - überhaupt nicht arbeitslos geworden - zu, die zu entscheidenden Fragen zu formulieren und über die Tragfähgkeit der Staatsbürgertests als Expertentests zu bestimmen. Zum Beispiel würden über den Wehretat Experten nur abstimmen, die Bescheid wüßten im Bereich der internationalen Beziehungen - aber auch der Wehrtechnik und Medizin: Kosten von Waffen und deren Folgen für Mensch und Natur. Eine Eingabe, "Idee", die von Parlamentarieren überprüft werden müßte, könnte sein: der internationale Einsatz von Militär ist zu einem Personenschutz umzubauen, der von Teams von "Body Guards" geleistet werden muss, die mithin Berufssoldaten und Spezialisten sein müssen. Der Dienst für ein Vaterland wird abgelöst von der Verpflichtung für eine "Familie". Die zu schützenden Personen sind Experten, die "Schurkenstaaten" nach dem Rechten schauen und Verbesserungsvorschläge in die Praxis umsetzen, wie z.B. Bewässerungs- und Anbauvorhaben. Das Argument, eine Berufsarmee sei politisch nicht zu kontrollieren, wird dadurchentkräftet, dass im Zeitalter vollzogender Industrialisierung und Technisierung auch des Heereswesens es nicht mehr des Masseneinsatzes von "Werktätigen" bedarf, um die zu erbringende Leistung "Miltär" zu erzielen. Es genügt neben dem Einsatz von Maschinen derjenige weniger Spezialisten, die deshalb in ihrem überschaubaren Zusammenschluss auch kontrolliert werden können - logischerweise deshalb, weil die zu Kontroliierenden nicht mehr mit den Kontrollierenden identisch sind - also ein großes Heer von Stimmberechtigten ein sehr kleines Heer von Militärs wirksam kontrollierten kann (nicht umgekehrt kleine Gruppen von Defätisten, Pazifisten bekämpft werden müssen). Paradoxerweise kann sich eine kleine Gruppe von Profis eingebettet in ein Nationalvolk von Halbprofis viel besser verselbständigen, als es eine kleine Gruppe von Profis in einer Bevölkerung kann, die dem Militärischen prinzipiell ablehnend gegenübersteht. |
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