We will - zur Entschlusskraft von Stimmbadgesellschaften

 

2.8. 2007
"- we will", dieses zweifache Stepping out als "Punktum" sprach nicht Bruce Willis alias Brutus will es - deo lo vult - nein, den Kreuzzug unternehmen, wenn US-Bürger ermordet werden in 1000er-Zahlen auf irakischen Gebetsteppichen nach bestem Gewissen - das will en amerikanischer Präsidentschaftskandidat.
Die Demokratie ist ein Haus of Representatives: die repräsentative Demokratie bezieht ihre Berechtigung als nicht direkte aus der praktischen Unmöglichkeit des Spezialistentums: nicht alle zum Reichtum des Landes arbeitend und schaffend Beitragenden haben die Zeit und die Möglichkeit, sich ausreichend mit den das Ganze betreffende Themen auseinanderzusetzen, so dass - wie doch etwa in der Schweiz - ein direktes Plebiszit zugetraut werden könnte.Meist geht es bei der direkten Abstimmung um Personen - wie auch bei Meinungsumfragen um "Sympathie" - welche Personen sind die beliebtesten unter den Polititkern.

Doch ist darin nur die Spiegelung der Vereinzelung des Stimmbürgers in seiner Einzelkabine zu sehen - worin nichts Negatives zu sehen ist: wie der Parlamentarier so sollte auch der Stimmbürger ohne Außendruck nach seinem Denken entscheiden dürfen.

Doch ist Aufklärung der Ausgang des Menschen aus Unmündigkeit. Ich unterstelle einfach mal, das Repräsentative der Demokratie stamme aus einer Zeit der 60-Stunden-Woche ohne Schiulpflicht, die entweder mit Sichel und Sense auf Getreideäckern oder mit Hammber und Schlüssel plus Blechnapf in Fabriken zugebracht wurde.
Das ist heute anders - heute sitzen Menschen oft 3 Stunden vor der "Röhre" und werden mit bestimmten Kulturinhalten gefüttert.
Ich möchte für eine Verknüpfung von Schulpflicht und Stimmbürgetum plädieren, wie folgt

Vorgemacht in den zum Abitur hinführenden sogenannten Leistungskursen der 80er Jahren, die nach Neigung ausgesucht werden durften, sollten in den Schulen die wichtigsten Sachthemen der Gegenwart vorgestellt werden - und die spätere Beteiligung an direkten Abstimmungen (wie sie in der Schweiz etwa über die Stationierung von Atomkraftwerken und Endlagern vorgesehen sind) vom Bestehen bestimmter Sachkenntnisprüfungen abhängig gemacht werden - den Führerscheinprüfungen nicht unähnlich.

Wenn etwa die Folgen bestimmter Gifte für den Körper veranschaulicht werden, in einem Vorstellungsfach "Medizin und Gesundheit, Verbraucherschutz", kann der Mündige selbst entscheiden, ob er am enstsprechenden Stimmbürgertest teilnehmen möchte, um darauf folgend wie ein Parlamentarier - für den es solche expliziten Sachkundetests gar nicht gibt - an den korrespondierenden Sach-Plebisziten teilnehmen möchte, oder auch diese Sachfragen als für sein Leben unerheblich erachtet und deshalb per gewissermassen Stimmenthaltung in Gestalt des Nichtauseinandersetzenmüssens mit solchen Spezialfragen wie Atomkraft und ihre Gefahren den insoweit durch eigenen Einsatz und Interessiertheit, mihin "Leistung" ähnlich bismarckscher bzw. römischer Einkommens- als Erwerbsklassen es überläßt über solche Fragen per Stimmabgab zu entscheiden. Den Parlamentarieren käme insbesondere - überhaupt nicht arbeitslos geworden - zu, die zu entscheidenden Fragen zu formulieren und über die Tragfähgkeit der Staatsbürgertests als Expertentests zu bestimmen.

Zum Beispiel würden über den Wehretat Experten nur abstimmen, die Bescheid wüßten im Bereich der internationalen Beziehungen - aber auch der Wehrtechnik und Medizin: Kosten von Waffen und deren Folgen für Mensch und Natur.

Eine Eingabe, "Idee", die von Parlamentarieren überprüft werden müßte, könnte sein: der internationale Einsatz von Militär ist zu einem Personenschutz umzubauen, der von Teams von "Body Guards" geleistet werden muss, die mithin Berufssoldaten und Spezialisten sein müssen. Der Dienst für ein Vaterland wird abgelöst von der Verpflichtung für eine "Familie". Die zu schützenden Personen sind Experten, die "Schurkenstaaten" nach dem Rechten schauen und Verbesserungsvorschläge in die Praxis umsetzen, wie z.B. Bewässerungs- und Anbauvorhaben.

Das Argument, eine Berufsarmee sei politisch nicht zu kontrollieren, wird dadurchentkräftet, dass im Zeitalter vollzogender Industrialisierung und Technisierung auch des Heereswesens es nicht mehr des Masseneinsatzes von "Werktätigen" bedarf, um die zu erbringende Leistung "Miltär" zu erzielen. Es genügt neben dem Einsatz von Maschinen derjenige weniger Spezialisten, die deshalb in ihrem überschaubaren Zusammenschluss auch kontrolliert werden können - logischerweise deshalb, weil die zu Kontroliierenden nicht mehr mit den Kontrollierenden identisch sind - also ein großes Heer von Stimmberechtigten ein sehr kleines Heer von Militärs wirksam kontrollierten kann (nicht umgekehrt kleine Gruppen von Defätisten, Pazifisten bekämpft werden müssen). Paradoxerweise kann sich eine kleine Gruppe von Profis eingebettet in ein Nationalvolk von Halbprofis viel besser verselbständigen, als es eine kleine Gruppe von Profis in einer Bevölkerung kann, die dem Militärischen prinzipiell ablehnend gegenübersteht.

 

 

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