Vater/Mutter- fördern & gewähren

 

4.9. 2007
Typisch Mann, typisch Frau - anders gefragt: wann ist ein Vater kein Vater mehr, wann ist eine Mutter keine Mutter mehr?

Ich sage: der Vater ist keiner, der nicht vormacht, der nicht auffordert, ein Held ist. eine Mutter ist keine, nicht gewären läßt, sich nichts nehmen läßt, keine "Hilda" ist (Kurzwörter: Hero und Hera?).

Der Vater löst sich für das Kind vom Vatersein dadruch, dass er nichts beibringen an, es nicht besser, stärker anstellt, als das Kind, also das Kind auf sich allein stellt - ein Weinen um den Verlust ist meiner Anschauung nach dann nicht möglich, denn Weinen setzt ein Nichtkönnen, ein Nichtgezeigtbekommen voraus. Wer aber fremdes Vormachen nicht erwartet, damit nicht rechnen darf, weint auch nicht.

Die Mutter löst sich vom Muttersein dadurch, dass sie Schaden zufügt. Was bedeutet solches Schädigen? Schaden ist nicht das Wegnehmen, das meiner Anschauung nach zwischen "Brüdern und Schwestern" stattfindet, also zwischen Gleichrangigen, im Grunde Gleichmächtigen, die also wie Apostel, eventuell mit inem Primus unter Pares, an der Essenstafel zusammensitzen. Das Schädigen besteht in der Verletzung, im Wehtun, im Schmerz.

Worin unterscheidet sich eine schädigende Mutter von der schädigenden "Dornenhecke", vom "sengenden" Dornbusch des vielleicht Alten Testaments? Dadurch dass die Funktion der Mutter als "Säugetier" darin besteht, den "starken" - siehe oben also im Grunde männlich, körperlich-geschickten Saugakt - der aber zwischen Menschen keine Zubeissen, Zuschnappen des Kindes als starker "Mann" sein darf - anders also als eventuell zwischen Wolf und Beute, vgl. das Wappen der Stadt Rom, die säugende Wölfin - zuzulassen, also zu erdulden.

Kurz noch zur Sage von Wölfin, Romulus und Remus: das Erschlagen seines Bruders ist also mti dem Beissakt des hungerden Raubtiers gegenüber Beutetieren, gegen "Nichgenossen" zu verstehen: es wird rücksichtslos, also eben - der Unterschied ist schwer zu machen - zugeschlagen, "reingehauen" ohne mit Geschick "umzugehen", ohne Rücksicht zu nehmen. So gesehen ist also die Sage der säugenden Wölfin ein Fall anekdotischen frühern "Tierschutzes", von ökologischen Naturschutzes: eine Wölfin wird Menschen als Säuglinge nur dulden, wenn diese mit Geschick eben sie als Tier, als Natur als gleichrangig betrachten. Demnach kann Rom, dm römischen Imperium unterstellt werden, dass implizit das Motto "Macht Euch die Erde Untertan" nur so gutgheißen wird, dass die Erde, Nutztiere, im "verheerenden" Sinne auch "Sklaven" als grundsätzlich partnerschaftsfährig, gleichrangig erachtet werden. Das ist auch keine entfernte interpretation des Bildes der säugenden Wölfin: der Wolf galt als Auszurottender, hier wird "er" jedoch als "Mutter" sogar dargestellt, also umgekehrt der Mensch als Staatsgründer sogar in äußerster Angewiesenheit auf ein Tier, das doch ohne weiteres als "delendaum" galt und gilt.

Die schädigende Mutter its keine. Warum nicht? Weil sie das Prinzip Säugetier verneint dadurch, dass ein durchaus stark und geschickt saugender nicht mit "Glucose", vereinfacht mal gesagt: "Glück", "Forte-Fortuna" belohnt wird, also mit Milch-Mir, sondern mit Schmerz.

Der Schmerz - darin unterscheidet sich eben das Säugetier in seinem Wagemut von etwa dem Reptil und em Insekt - wird nicht zu jdem Preis vermieden. Das Säugetier ist - so sage ich heute- ein deshalb intelligent lernendes, weil es Experimente macht, dabei aber Sorgfalt walten lassen kann. Wenn nun ein unter Anwendung gelernter Regeln und Umgangs geschicktes "Anpumpen" eben von beispielsweise solchen deklassierende Begriffe prägenden "Mother of In-Vent-Ions" nicht zugelassen wird - weil insbesondere das erduldende Hergeben als nicht "heldisch" genug definiiert ist - doer aber real nicht möglich ist (weil die "Bank pleite" ist...; "heidnisch" somit aus der Sicht des das duldende Nehmenlassen Gutheissenden), sondern nicht ur mit Enttäuschung, sondern sogar mit "Sanktion" bestraft wird, dann wird eine solche Mutter zum Nichtsäugetiere, wird Teil der "natürlichen" Umwelt, wird Gegend-Stand.

Welche Physiologie liegt zugrunde?
Die Frau ordne ich dem Mangel an Membranfett, "Folaten" zu, den Mann der Umkehrung, dem Reichtum an Blattwerk.
Damit wird dem Vater ein "starkes" Vormachen und verschwenderischem Verbrennen von Membranfetten durch glatte Muskualtur möglich - das Kind kommt, sieht und will auch siegen.

Der Mutter hingegen mangelt es an Membranfett - in einer also eher kalten bzw. trockenen Welt: die Samen werden ausgestattet - es gibt die dicken Baumstämme nicht, es gibt nur dicke "Eier" , "Eicheln" - die knappen Ressourcen werden haushälterisch in die Samen investiert, die in einer Zukunft "aufgehen" sollen, die mehr Wasser, mehr Wärme bietet (mehr Stickstoff? - aufgepasst: zwar geht es bei meinem Konzept der Membranfette um "Fette", also Kohlenstoff, dieser wird aber aus "Purinen", nicht Proteinen, gewonnen - bei Purinen, Pyrimidinen ist der N-Anteil durchaus größer gegenüber "C" als bei Proteinen).

Gegenüber dem heldischen Vater also bleibt dem staunenden Kind nur der "offene Mund" - als im zellteilenden, also membranfettbenötigenden Wachstum ist ihm das Verbrennen der Glucose beim "Anschauen" erlaubt, nicht aber das "Starksein" (keine Kinder-"Arbeit"; Kinder sind keine "Zug-Miezen"...). Somit vermag diese Herleitung in einer Umkehrung die Pubertätsprobleme mit "Vorbildern" physiologisch zu erklären: eigene Stärke führt zu Verzichtenkönnen und -wollen auf Bestaunen von Kindheitsidolen.

Gegenüber der nehmenlassenden Mutter hingegen führt ein starker "End-Zug-Au!!", vgl oben, Zugmieze war der Arbeitstitel des neu zu schaffenden Journals "Focus") zu einem Aufschrei des Säuglings. Das dem frühen Kind einzig mögliche Starksein ist das des Mundes, des Säuglings - dieses Starksein muss nun weg von dem nunmehr als "sanktionierte" "Wegnahme" definierten Saugakt hin zu einem Verzicht auf gewohnte Routine. Der Schmerz des Nichtbekommens führt zu einem Aufpassen: solches Aufpassen ist möglich: das erwachsen werdende Kind kann durch Schaden klug, also "mündig" werden - im positiven Sinne.

 

 

 

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