Lucy - a diamond in the sky?


234.4. 2008 Warum gibt es meiner Meinung nach von direkten Vorfahren des Menschen keine Knochenfunde? Weil es ein unwahrscheinlicher Zufall wäre, würde von der denknotwendig isoliert lebenden Gruppe der Vorfahren und also sehr kleinen Gruppe Überreste gefunden.

Das gilt nicht nur für die Menschwerdung.

Aus der - von mir postuliert vor allem in Nahrungsreichtum erfolgenden - Abtrennung, Auswanderung und Immigration (aus einer Überbevölkerung heraus) einer Gruppe, folgt, dass diese neue Population klein gewesen sein musste. Es ist also logisch nicht richtig anzunehmen, bei "Lucy" und ihrer Familie handele es sich um eine kleine Gruppe, aua der der Mensch enstand. Richtig ist, dass aus einer kleinen Gruppe nur der Mensch entstand - falsch ist, anzunehmen, Überreste gerade dieser kleinen Gruppe seien gefunden worden. Letzteres ist logisch nicht unmöglich, jedoch völlig unwahrscheinlich.

Ich kann nicht sagen, ob dies ein anerkannter Grundsatz ist: mit an Sicherheit grenzendr Wahrscheinlichkeit sind aus der Frühzeit einer Art keine Knochenfunde oder Versteinerungen zu finden - weil dies eine erfolgreiche Suche nach der nadel im Steckhaufen wäre.

Wäre Lucy ein "missing link", wäre sie in der Tat in "Diamond in the Sky". Möglich ist aber, dass sie einem direkten Vorfahren nahekommt, ihm ähnelt. Ich nehme an, dass die Evolution schnurstracks zur Krone der Schöpfung verläuft, es also eine ununterbrochene Reihe isolierter - und zwar kleiner, deshalb spurlos verschwundenen - Populationen gibt, die zum letzten Glied einer Kettte, eines Artenstammes führt - wobei eine Hierarchiebildung im Sinne der "Krone der Schöpfung" möglich ist, - was allen religiösen insbesondere Gegnern einer Annahme, der Mensch sei mit dem Affen veerwandt, stamme von ihm ab, entgegenkommt. Mehr oder weniger wird auch Lucy eine Abzweigung, eine vorübergehend erfolgreiche, deshalb zahlreiche und deshalb mit Knochenfunden belegte Spielart der kleinen Population führen, aus denen andere zu Menschen wurden. Insofern ist also Lucy - wie auch der Affe in bezug auf den Menschen - hinter Mögichkeiten zurückgeblieben, hat zur falschen Zeit am falschen Ort die unter diesen Umständen allerdings optimale - mit zahlreicher Vermehrung damals - belohnte Option ergriffen.

Von diesem Gedanken lenkt ab, dass es als mystisches Faktum betrachtet wird, dass es Funde von Lucy nur in Afrika gab. Doch sagt die globale Verbreitung hinreichend etwas über den Erfolg der Art aus: es ist kaum möglich anzunehmen, bei einer global aufgefundenen Art handle es sich um eine "isoliert-disperse" Gruppe, kleine Gruppe. Anders herum: dass es Lucy nicht auf der ganen Welt gibt, macht sie nicht notwendigerweise - und praktisch nicht - zu einer kleinen Gruppe, aus der der Mensch entstand.

Bei all diesen Überlegungen habe ich übersehen:

es spricht nichts dagegen anzunehmen, die gerade von mir als genügend groß - da mit Knochenfunden belegt - angenommene Gruppe von Lucies sei wiederum zu einer Erfolgspopulation geworden, aus deren Genpool in durchaus Überbevölkerung sich der direkte Vorfahre des Menschen losgelöst habe.

Wenn ich dies ebenfall bestreiten will, muss ich eine weitere Evolutionsregel einflechten.

Es müßte eine kritische Größe geben von Populationen, nämlich diejenige , die Knochenfunde wahrscheinlich und statistisch möglich machen - "so ungefähr" - bei der es

in einer auf die Zeit bezogenen Wahrscheinlichkeitsaussage

es höchst unwahrscheinlich ist, dass sich aus - eben dieser supergroßen Population - nicht schon aufgrund eben dieser Überbevölkerung und Erfolgs der Nischenausfüllung, die - was die Möglichkeit von Knochenfunden belegt - eben jetzt keine Niche mehr war - nicht schon "längst" eine neue - "Raiders of the Lost Arc - Hüter des Heiligen Grals " kleine Gruppe isoliert abgesetzt hat.

Die zweite Regel zur Evolution beruht als auf noch schärferer Unwahrscheinlichkeit. Es ist logisch ohne weiteres anzunehmen, aus einem relativ, kritisch großen Pool von Lucies hätte sich der direkte Vorfahre des Menschen isolierend gelöst. Das halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.

Weil ich annehme, dass gerade der Erfolg - wenn auch nicht die weltweite Verbreitung - von Lucy im Besetzen einer Nische bestand, was immer einer Spezialisierung bedeutet

was wiederum durch erwiesens relativ rasches Aussterben belegt wird.

So lautet also die Regel:

Wenn ein per Knochenreste belegte Art relativ, verwunderlich schnell wieder erlosch (z.B. nach 4 Millionen Jahren), ist das beweisend dafür, dass es sich um opportunistisches Nischenspeziliatentum handelte. Dann aber ist es unwahrscheinlich, dass aus diesem Pool heraus, dem der Spezialisierten nämlich, sich die Vorfahren der später Erfolgreichen isolierten. Immer wenn eine Art rasch erfolgreich wird, sind die Vorfahren der "Durchgekommenen2 in einer - per Knochenfunde nicht belegbaren - nichtopportunistischen Teilgruppe zu sehen - die oft wiederum eine - nun aber vom Aussterben bedrohte, und oft dann tatsächlich ausgestorbenen Art zu erblicken, die diesen Opportunismus nicht mitmachten - und sich damit der Gefahr des Aussterbens aussetzten. Wenn es heute - also umgekehrt betrachtet, die Argumentation prüfend - nur noch wenige Pferdearten gibt, spricht die Vermutung dafür, dass es aus dieser Gruppe eine isolierte gibt - das könnten die Zebras sein - die in einem utopischen Szenarios das Gengut der Huftiere allein weitertradieren (z.B. in einer kommenden Warmzära, wobei sie immer größer werden), während etwa die Paarhufer, angenommen sie seien in einer heutigen Eisära erfolgreicher (artenreicher) in eben dieser Eiszeit eine opportunistsische Nische unglaublich erfolgreich ausfüllten.

Somit wären also in diesem Beispiel die Pferde eine vom Aussterben bedrohte Gruppe gewesen, aus denen sich die erfolgreichen Paarhufer abtrennten - ich behaupte: die Paarhufer sagten zu den frühen Pferden: nein, herumrennen auf einem einzigen Finger, das machen wir nicht mit (Motto des Evolutionserfolgs jedoch: "tradieren, nicht abzweigen") - und das Zebra - so einfach mal unterstellt - wäre somit der Versuch des Pferdes mit einer neuen Situation fertig zu werden, die zum Aussterben der Gruppe führt - somit verwundert mich also nicht, dass eine Art des Zebras in Südafrika tatsächlich ausgestorben ist - ein mißlungener Versuch in prekärer Situation. Außerdem verwunder mich nicht, dass es Paarungen zwischen zwei Arten gibt, dem Esel und dem Pferd, in solcher Situation.

 

 

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