"Das Andere" - Abstraktion und Fremdsprache - Not und Möglichkeit26.3. 2008 Es geht mir aber um folgendes: ein Kind unterscheidet offenbar nicht zwischen Zeichen und Bezeichnetem, jedenfalls was die Problematik der Untescheidung betrifft. Ob für die Mutter zum einen der Name "Mama" verwendet wird oder aber von "anderen" deren Vorname spielt für den Akt der Enteckung, dass es sich beide Male um Dasselbe handelt, keine Rolle. Wie aber bekommt man das nter einen Hut? Zjm einen handelt es sich um unterschiedliche Zeichen "Andrea-Maria", zum andern handelt es sich um unteschiedliche Gegenstände der Welt: ein Blatt Salat und ein weiteres Blatt Salat. Man muss weggehen von der Untescheidung der Linguistik, nämlich zwischne Zeichen und Bezeichnetem - hin zur "Zunge", zm Bedürfnis: wenn ich etwa kurzerhand Mamma mit "Brust", "Stillen" gleichsetze, spielt es in bezug auf dieses Bedürfnis "Hunger" keinen Unterschied ob das Mittel - also, nicht Ziel - verschieden bezeichnet wird oder aber ob verschiedene Objekte solches Mittel sein können. Das bedeutet "Ergo Sum" - ich bin und habe Hunger - kommt zuerst, ist übergeordnet, daran hängt sich das "Cogito" an: sowohl unterschiedliche Laute als auch unterschiedliche Gegenstände kommen in einen einzigen Kasten hinein oder werden nicht zusammengefasst sondern verworfen. Interessant ist nun der Frage nachzugehen, ob die Unterscheidung der Linguistik einer Unterscheidung in der Bedürfnisstruktur entspricht - also etwa einem Zulassen anderer Ziele, der Ziele anderer in eigener Sattheit. Das könnte etwa bedeuten: wenn ich selber sattt bin, lasse ich eine fremdsprachliche Bezeichnung für "mein Essen zu", wenn ich selber satt bin, nehme ich jedoch nicht was ich kriegen kann, sondern achte darauf, dass ein Salatblättchen dem "anderen" genau gleicht, bin also Feinschmecker. Oder auch: in Sattheit erfolgt eine sehr genaue Differenzierung - das könnte bedeuten: mit vorhandener Glucose versuche ich möglichst ein Konzept auszudifferenzieren, d.h. auszusortieren, was doch nicht in den im Hunger geborenen Entwurf hineinpasst. Demgegenüber erfolgt im Hunger des Adrenalins das Zulassen "visionärer" Ideen, von wilden Umbenennungen: ein Fuß wird zu Foot wird zu pied. Und auch essbar und verwundbar. Während also das Einrichten neuer Konzepte wie auch Bedeutungen eine aggressiven Touch hat (aber auch das Prestiges des Kreativen Genialen), so hat das Ausdifferenzieren Vorhandenen den Touch von Sorgfalt und Rücksichtnahme, aber auch von Penibiliät. Da sich nun wohl das Einrichten weitgefächerter Kästchen aus der Not ableitet - also der breite Horizont , nicht die Feinheit des Geschmackes - also aus dem Egoismus eines hungrigen Säuglings, könnte in einer "nächstenliebenden" Gesellschaft es an einer Offenheit für "Anderslautende", "Andersbedürftige" fehlen - was zum Beispiel einer Pazifizierung parallellaufende Kriege erklären könnte.
Für wichtig halte ich meine Vermutung, dass die Abstraktion keineswegs eine sehr erwachsene, weil anspruchsvolle Aktivität ist. Was nämlich "Hunger" ist weiss jedes Kind. Jedes Kind weiss aber auch, das "Essen" sehr vieles umfassen kann - dazu ist "aber" Hunger erforderlich. Demgegenüber unterbewertet wird wohl die Leistung, die Farbe Rot von Lila zu unterscheiden. Es ist zwar ein "klarer" Fall, aber es handelt sich doch nicht um eine Abstraktion, da wohl von keinerlei Bedürfnissen ableitbar - vielmehr hat edes Objekt eine Farbe, dient also die Farbe nicht zufälligerweise dem aussortieren und "Markierung", als Marginalisierung (scharlachrote Buchstaben) von vorhandnen Konzepten nach dem Motto: "Was rot ist, gehört nicht dazu". Wieso sollte als die Farbe als solche einen Namen überhaupt bekommen - aha: das ist eine Analog zum Namen "Anders(on z.B.) - wo doch die Hauptproblematik in der hier Einengung desjenigen Konzeptes zu tun hat, das nichts mit der Farbe zu tun hat. Mit anderen Worten: das ich eben gerade weil Schwarz mit Menschssein überhaupt nichts zu tun hat gerade anhand des Schwarzseins bestimmte Individuen aussortiere, darin liegt die Leistung - die werde ich mir dadruch doch nicht verderben lassen, dass ich ein von "Mensch" losgelöstes Konzept "schwarz" entwickle, die mir diese "satte" Unterscheidung wieder kaputt macht, weil sie als "Farbe" ausdrücklich darauf hinweist, dass Schwarz "eben" mit Menschsein nichts zu tun hat - oder aber zu tun haben muss. "Neger" könnte also ein Insistieren auf der Problematik "Menschsein" bedeuten, während "Schwarz" ein Insistieren auf der Arbeit sein könnte, die es bereitet "Farbe" als zwar möglicherweise, aber dann doch nicht mit Menschsein verbundenes Kriterium auszusortieren (wobei dann das faktische Schwarzsein der "beste Beweis" sein kann, dass Schwarz doch mit Mensch bzw. Nichtmensch liiert ist, denn es "gibt Schwarze").
P.S. Wenn nun die "Mama" "Anderea" heisst, ist das fatal. Wenn Menschen, die anders als ich, nicht von ihr gefüttert werden wollen - warum: die haben keinen Hunger, aha - und deshalb Andrea sagen, warum soll ich dann zu einem Spinat, den ich nicht essen will,nicht auch "Andrea" sagen - "Ander" ist für micht zum Konzept der Unterscheidbarkeit durch Nichtbegehren geworden - was die Vermutung bestätigt prima facie, dass die Sattheit ein Aussortieren aus bestehendem Kasten gestattet. Ich habe also etwas "her-aus zu setzen", etwas passt mir nicht. Dies könnte dem Bau langerer Sätze, mit Interpunktion als "Konjuktion" entsprechen - während Wichtiges der Not mit allen möglichen Lauten besungen und wie "im Fussball" auch besprungen wird. Grob also: Takt =Satt, Melodie= Hunger. |
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