Zum Vergleich:

Nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung führt der Betrieb des Kernkraftwerks Leibstadt zu Kosten in Höhe von täglich 1,3 Millionen Franken (was einen Produktionspreis von 4,9 Rappen pro Kilowattstunde kWh Strom bedeute - zum Vergleich: für die Erzeugung von 1 kWh Wärme aus Öl werden Kosten von 4 Cent angenommen - für die Erzeugugn aus Holzpellets Kosten von ebenfalls 4 Cent. Für die Stromproduktionskosten aus erneuerbaren Energien werden Kosten von 5 bis 45 Cent angenommen. Quelle: www.e-b-c.com, www.bioenergiemarkt.de).

Der Bau des Endlagers entspricht also grob geschätzt den Kosten für einen 10jährigen Betrieb des Kernkraftwerks Leibstadt. Oder anders grob gerechnet: würde der Strombedarf der Schweiz komplett mit Atomkraft gedeckt, würde das Kosten von täglich 10 Mio Franken also rund 3,5 Mrd Franken pro Jahr verursachen.
Der Bau der Anlage würde also so viel kosten wie eine einjährige Produktion des Gesamtstrombedarfs der Schweiz aus Atomkraft - wenn die Schweiz jedoch nur ein Zehntel ihres Bedarfs per Atomkraft deckte, kostete nach dieser Schätzung der Bau der Endlagerungsanlage eine "10-Jahresproduktion" usw - was nichts anderes heissen soll, als dass eine Zentralisierung und auch ein Ausbau der Kernkraftwerkskapazitäten eine Rentablitätsteigerung bedeutet. Andererseits sind die Kosten für die Endlagerung so "gering", dass sie auch bei Betrieb nur eines einzigen Atomkraftwerks eben diesen Betrieb nicht ohne weiteres unrentabel erscheinen ließen.

"P.S".
Das Kernkraftwerk Leibstadt erbringt eine Leistung von 1165 Megawatt. Das sind 1165 000 Kilowatt, genug also um über eine Million der bekannten Heizlüfter zu betreiben. Tatsächlich deckt Leibstadt 17% des Schweizer Strombedarfs und produziert Strom für ungefährt eine Million Menschen.

Die Leistung entspricht umgerechnet 1,360 Millionen PS. Das heißt, mit der Energie aus diesem Atomkraftwerk ließen sich mehr als 10 000 Personenkraftwagen (je Auto 130 PS) gleichzeitig "befeuern". Angenommen, ein Schweizer betreibt durchschnittlich 1 Stunde am Tag einen PKW, erbringt also ein Kernkraftwerk die Energie für den Kraftfahrzeugverkehr von 240 000 Schweizern (zurückgerechnet: die Energie für eine tägliche einstündige Autofahrt von 240 000 Autos. Angenommen, eine solche einstündige Autofahrt verbraucht ca. 10 Liter Benzin, entspricht die Leistung des Atomkraftwerks einem Verbrauch von 2,4 Millionen Litern Benzin pro Tag, im Jahr also ungefähr fast Eintausend Millionen Litern Benzin, also mehr als 1 Million Tonnen Benzin pro Jahr. Zum Vergleich: der in Leibstadt erzeugte Strom hat nach dem Bericht der Züricher zeitung einen Wert von fast 700 Millionen Franken pro Jahr. Mit dieser Summe könnte man 500 Millionen Liter Benzin im Jahr kaufen (entspricht das der Ladung von zwei Öltankern ?).

Nach der überschlägigen Rechnung oben ist also leistungsbezogen gesehen der Atomstrom "halb so teuer" wie Benzin.

In der Schweiz existieren vier Atomkraftwerke: Beznau, Mühleberg, Gösgen, Leibstadt. Nähme man die Strombedarfsdeckung von Leibstadt zum Ausgangspunkt, deckte die Schweiz 4 x 17 Prozent ihres Strombedarf durch Atomstrom, also fast 70 Prozent.